Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle
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Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. BRÜSSEL: Die Finanzminister der Europäischen Union sind in der belgischen Hauptstadt zusammengekommen, um eine künftig bessere Überwachung des Haushaltes zu beschließen. Die bessere Kontrolle soll dadurch erreicht werden, dass die Mitgliedstaaten künftig im Frühjahr eines jeden Jahres ihre Finanzplanungen der EU vorlegen müssen. Erst danach können die nationalen Budgets beschlossen werden. EU-Kommissionspräsident Barroso kündigte unterdessen in Straßburg an, er wolle eigene Einnahmen zur Finanzierung des Haushalts. Das derzeitige System, das vor allem auf Beitragszahlungen der Mitgliedsstaaten beruhe, sei an seine Grenzen gestoßen, so Barroso. Der EU-Kommisionspräsident hielt in Straßburg erstmals eine Rede zur Lage der Union, eine Premiere in der Europäischen Union.
PARIS: In Frankreich wird an diesem Dienstag gestreikt. Die Gewerkschaften planen Massenproteste gegen die geplante Rentenreform. Beim Schienen- und Luftverkehr kommt es voraussichtlich zu massiven Behinderungen. Etwa ein Viertel aller Flüge von und nach Paris sollen ausfallen. Präsident Sarkozy will das Mindestalter für die Rente von 60 auf 62 Jahre hinaufsetzen, um das Haushaltsdefizit zu verringern. Er hat die Reform zu einem der wichtigsten Projekte seiner Amtszeit erklärt. Schon im Juni hatten 800.000 Menschen gegen die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters protestiert.
RIGA: Bundeskanzlerin Merkel hat Russland und die ehemalige Sowjetrepublik Lettland aufgefordert, ihr Verhältnis weiter zu verbessern. Sie glaube, dass die Zeit für noch intensivere Beziehungen auch zwischen Lettland und Russland gekommen sei, sagte Merkel nach einem Gespräch mit Lettlands Staatspräsidenten Zatlers in der Hauptstadt Riga. Deutschland sei froh über das inzwischen bestehende Grenzabkommen beider Länder. Merkel lobte den Sparkurs der lettischen Regierung, um die Finanz- und Wirtschaftskrise zu überwinden.
PASSAU: Nach der Einigung der Regierungsparteien auf längere Laufzeiten für Atomkraftwerke fordert der Deutsche Städtetag Ausgleichszahlungen für die kommunalen Energieversorger. Die Städte investierten in großem Umfang in die umweltfreundliche Energieerzeugung. Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke dürften diese Investitionen nicht gefährden, sagte Städtetags-Präsidentin Petra Roth der "Passauer Neuen Presse". Eine Laufzeitverlängerung ohne Ausgleich verbessere ausschließlich die Wettbewerbsposition der großen Energieversorger.
BERLIN: In mehreren Bundesländern ist die Polizei gegen eine rechtsextremistische Gruppierung vorgegangen, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden dabei Räume von Mitgliedern des Vereins "HNG" durchsucht und Beweismaterial beschlagnahmt. Hintergrund sei die eingeleitete Prüfung eines Verbots der größten neonazistischen Gruppierung in Deutschland.
WASHINGTON: US-Präsident Obama hat knapp zwei Monate vor den Kongresswahlen ein 50 Milliarden Dollar schweres Infrastruktur-Programm angekündigt. Von dem Geld sollten Straßen, Eisenbahnlinien und Flughäfen ausgebaut werden. Das werde Arbeitsplätze schaffen, versicherte Obama. Zur Finanzierung des Programms sollen Steuerschlupflöcher für Öl- und Erdgaskonzerne geschlossen werden. Die oppositionellen Republikaner übten Kritik. Das Vorhaben werde kaum neue Arbeit schaffen. Außerdem würden so die ohnehin schon astronomischen Staatsausgaben weiter in die Höhe getrieben.
SEOUL: Ungeachtet massiver politischer Spannungen hat sich das kommunistische Nordkorea erneut mit der Bitte um Hilfe an den Nachbarn Südkorea gewandt. Nach Überschwemmungen benötige man Reis, Zement und Baumaschinen. Die südkoreanische Regierung in Seoul erklärte, sie werde die Bitte überdenken. Vergangene Woche hatte Südkorea angeboten, Medikamente und Lebensmittel für die Flutopfer zu liefern. - Die Spannungen zwischen den beiden Staaten haben sich seit der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes deutlich verschärft.
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten noch zeitweise sonnig, sonst viele Wolken, teils kräftiger Regen, örtlich gewittrig. Höchstwerte zwischen 12 und 21 Grad.
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. BERLIN: Nach monatelangem Streit hat die Koalition von CDU/CSU und FDP beschlossen, die Atomkraftwerke in Deutschland länger am Netz zu lassen als bisher vorgesehen. Ein Spitzentreffen im Kanzleramt brachte den Durchbruch. Umweltminister Röttgen erklärte, die Laufzeiten der älteren Kernkraftwerke sollten um acht, die der neuen um 14 Jahre verlängert werden. Der letzte Meiler soll demnach erst 2040 vom Netz gehen. Im Gegenzug will die Koalition die Betreiber stärker zur Kasse bitten. Neben der auf sechs Jahre angelegten und schon vereinbarten Brennelementesteuer von jährlich 2,3 Milliarden Euro ist eine Abgabe zum Ausbau erneuerbarer Energien geplant. Wirtschaftsminister Brüderle nannte dabei einen Zusatzbeitrag von 15 Milliarden Euro. Geplant ist, die Laufzeitverlängerung ohne die Einschaltung des Bundesrats zu beschließen. Die Opposition kündigte bereits Verfassungsbeschwerde an. SPD, Grüne und Linkspartei warfen der Bundesregierung vor, sie gefährde die Sicherheit der Menschen zugunsten der Profitinteressen der Industrie.
ISLAMABAD: Mindestens 17 Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeiwache im Nordwesten von Pakistan getötet worden. Ein Selbstmordattentäter hatte nach Angaben der Sicherheitskräfte ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Polizeistation der Stadt Lakki Marwat gerammt. Bevor der Attentäter in die Polizeiwache gefahren sei, habe er einen Schulbus gerammt und dabei auch Kinder getötet. - Es war der dritte Selbstmordanschlag in Pakistan in weniger als einer Woche.
JERUSALEM: Der israelische Außenminister Lieberman hat angekündigt, mit seiner ultranationalistischen Partei "Israel Beitenu" jeden Versuch einer Verlängerung des israelischen Siedlungsmoratoriums blockieren zu wollen. "Israel Beitenu" habe genügend Einfluss im Parlament, um sicherzustellen, dass eine solche Entscheidung nicht angenommen werde, sagte Lieberman im Armeerundfunk. Die Partei des Außenministers ist in der Regierungskoalition von Ministerpräsident Netanjahu zweitstärkste Kraft. - Die israelische Siedlungspolitik ist einer der Haupt-Konfliktpunkte im Friedensprozess im Nahen Osten. Die Palästinenser fordern einen vollständigen Siedlungsstopp im Westjordanland. Auf Druck der USA hatte Israel im vergangenen November einen zunächst auf zehn Monate befristeten Baustopp für jüdische Siedlungen im Westjordanland verhängt. Dieses Moratorium läuft am 26. September aus.
SEOUL: Nordkorea will die sieben Besatzungsmitglieder eines aufgebrachten Fischkutters aus Südkorea wieder freilassen. Die Entscheidung zur Freilassung sei aus humanitären Gründen getroffen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Die Crew habe zugegeben, in die Wirtschaftszone Nordkoreas vor der Ostküste eingedrungen zu sein. - Das Fischerboot mit vier Südkoreanern und drei Chinesen an Bord war vor knapp einem Monat aufgebracht und in einen nordkoreanischen Hafen geschleppt worden.
GUATEMALA-STADT: Durch heftige Regenfälle ausgelöste Erdrutsche haben im mittelamerikanischen Guatemala zahlreiche Menschen in den Tod gerissen. In jüngsten Berichten der Katastrophenschutz-Behörde ist von etwa 40 Toten die Rede, etliche Personen werden noch vermisst. Rund 40.000 Menschen seien durch die Unwetter obdachlos geworden. Staatspräsident Colom, der am Wochenende den Notstand ausgerufen hatte, sprach von einer "nationalen Tragödie".
MÜNCHEN: Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Geschäftsmanns Dominik Brunner hat das Landgericht München langjährige Haftstrafen verhängt. Der als Haupttäter geltende 19-Jährige wurde wegen Mordes zu neun Jahren und zehn Monaten Jugendhaft verurteilt. Sein 18-jähriger Begleiter erhielt wegen Körperverletzung mit Todesfolge sieben Jahre Jugendhaft. Den beiden Angeklagten wurde zur Last gelegt, Brunner vor fast einem Jahr an einem Münchner S-Bahnhof getreten und geschlagen zu haben, nachdem er sich schützend vor eine Gruppe Schüler gestellt hatte. Brunner war noch am Bahnsteig gestorben.
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonnenschein bei Höchstwerten von 14 bis 23 Grad.
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.BERLIN: Die Bundesregierung will an diesem Sonntag die Weichen stellen für längere Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke. Bei dem Treffen im Kanzleramt soll der monatelange Streit zwischen Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) und Umweltminister Röttgen (CDU) über die Grundlagen des künftigen Energiekonzeptes der Bundesregierung beigelegt werden. Strittig ist vor allem die Dauer der Laufzeitverlängerung und die Frage, wie die zusätzlichen Gewinne der Stromkonzerne abgeschöpft werden. Im Gespräch sind zehn bis 15 Jahre Laufzeitverlängerung und eine so genannte Atomsteuer. Die Regierung will so vorgehen, dass der Bundesrat umgangen werden kann, da die Regierungsparteien dort keine Mehrheit haben. Mehrere Bundesländer haben daher bereits angekündigt, vor Gericht gehen zu wollen.
HAMBURG: Im Anschluss an ein Straßenfest im Hamburger Schanzenviertel ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Hunderte Randalierer, darunter zahlreiche aus der linksautonomen Szene, bewarfen Polizeibeamte mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern. Mülltonnen wurden in Brand gesteckt, Schaufenster gingen zu Bruch. Die Polizei nahm 42 Personen fest. Bereits in den vergangenen Jahren hatte es nach dem Schanzenfest nächtliche Ausschreitungen gegeben.
JERUSALEM: Die israelische Luftwaffe hat drei Angriffe auf Ziele im Gazastreifen geflogen. Bei zwei Angriffen auf nach Ägypten führende Schmugglertunnel seien mindestens ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden, teilten palästinensische Sicherheitskräfte mit. Der dritte Angriff habe einem früheren Stützpunkt der im Gazastreifen regierenden Hamas bei Chan Junis gegolten. Die israelische Armee bestätigte die Angriffe. Sie seien eine Reaktion auf den erneuten Raketenbeschuss Israels aus dem Süden des Gazastreifens sowie mehrerer Anschläge auf jüdische Siedler in den vergangenen Tagen.
MOSKAU: In der russischen Kaukasus-Republik Dagestan hat ein Selbstmordattentäter mindestens drei Soldaten mit in den Tod gerissen, rund 35 erlitten Verletzungen. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Danach sprengte sich der Attentäter in einem Auto vor einer Militärbasis nahe der Stadt Buinaksk in die Luft. Erst am Samstag war ein Minister der Regionalregierung von Dagestan bei einem Bombenanschlag verletzt worden, sein Fahrer wurde getötet. In den Teilrepubliken Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien im nördlichen Kaukasus kämpfen radikalislamische Rebellen seit Jahren für die Unabhängigkeit von Moskau.
BRÜSSEL: In der Krise um die Regierungsbildung in Belgien hat König Albert II. zwei neue Vermittler ernannt. Der Präsident der Abgeordnetenkammer, der Sozialist André Flahaut, und Senatspräsident Danny Pieters von den flämischen Nationalisten seien beauftragt worden, Wege aus der Krise zu finden, teilte der Palast in Brüssel mit. Zuvor hatte der Monarch den Rücktritt des mit Sondierungsgesprächen beauftragten Sozialisten Elio Di Rupo akzeptiert. Dessen Vorverhandlungen zur Bildung eines Kabinettts waren am Freitag am Veto der flämischen Christdemokraten und Nationalisten gescheitert.
WELLINGTON: Die neuseeländische Stadt Christchurch ist von zahlreichen Nachbeben erschüttert worden. Seit dem Hauptbeben am Samstag registrierten die Behörden mehr als 30 weitere Erdstöße, der heftigste erreichte die Stärke 5,1. In der Nacht galt wegen der immensen Schäden eine Ausgangssperre. Rund ein Fünftel der Häuser in der 400.000-Einwohner-Stadt auf der Südinsel sind durch das Erdbeben unbewohnbar geworden. Die Wiederaufbaumaßnahmen in Christchurch werden nach Einschätzung von Neuseelands Premierminister John Key mindestens ein Jahr dauern.
GUATEMALA-STADT: Guatemalas Präsident Colom hat nach Überschwemmungen und Erdrutschen infolge schwerer Regenfälle den nationalen Notstand ausgerufen. Der Dauerregen der vergangenen Wochen habe in dem zentralamerikanischen Land Schäden von umgerechnet bis zu 400 Millionen Euro verursacht, sagte Colom in Guatemala-Stadt.
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen vielfach sonnig und trocken. Sonst immer wieder Wolkenfelder. die Tagestemperaturen zwischen 15 und 21 Grad Celsius.
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.BERLIN: Angesichts der positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland will die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,4 auf drei Prozent anheben. Dies berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Vertreter von CDU und CSU. Finanzminister Schäuble rechne zudem nur noch mit einer Nettokreditaufnahme des Bundes von weniger als 57,5 Milliarden Euro. Zuletzt war offiziell von 65 Milliarden Euro die Rede. Ferner erwartet die Regierung dem Bericht zufolge, dass die Arbeitslosenzahl bis zum Jahresende von derzeit knapp 3,2 auf drei Millionen zurückgehen wird.
BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat sich dafür ausgesprochen, im Öffentlichen Dienst die Zahl der Mitarbeiter mit Migrationshintergrund zu erhöhen. Es würde der Integration von Ausländern in die deutsche Gesellschaft sicher helfen, wenn es in Polizei, Jugendämtern und anderen Behörden mehr Migranten gäbe, sagte Merkel der "Bild am Sonntag". Zugleich warnte sie davor, Gewalt mit einer bestimmten Religion in Verbindung zu bringen. Dies führe in die Irre. Gewalt bei jungen Menschen sei oft ein Zeichen dafür, dass sie keine Perspektive für sich sähen. Hier müsse der Staat mit vielen Bildungsangeboten gegensteuern, so die CDU-Vorsitzende weiter. Allerdings müsse offen über die höhere Gewaltbereitschaft muslimischer Jugendlicher gesprochen werden dürfen, ohne dass der Verdacht der Fremdenfeindlichkeit aufkomme.
PARIS: In ganz Frankreich sind für diesen Samstag Demonstrationen gegen Fremdenfeindlichkeit geplant. In mehr als 130 Städten wollen Menschen auf die Straße gehen, um insbesondere gegen die umstrittene Abschiebepolitik der Regierung in Paris zu protestieren. Auf Betreiben von Präsident Sarkozy waren in den vergangenen Wochen in ganz Frankreich dutzende nicht genehmigte Roma-Siedlungen aufgelöst und hunderte Angehörige der Bevölkerungsgruppe abgeschoben worden. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt rund 8.000 Roma nach Bulgarien und Rumänien zurückgeschickt.
ISLAMABAD: Einen Tag nach dem schweren Anschlag auf schiitische Gläubige in der pakistanischen Stadt Quetta ist die Zahl der Todesopfer auf 64 gestiegen. Insgesamt zehn schwer Verletzte starben nach Polizeiangaben in Krankenhäusern, weitere seien noch immer in kritischem Zustand. Ein Selbstmordattentäter hatte sich am Freitag bei einer schiitischen Solidaritätsdemonstration für die Palästinenser in die Luft gesprengt. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban. - Die schiitische Minderheit in Quetta rief zum Gedenken an die Anschlagsopfer zu einem Generalstreik in der Stadt auf. Alle Schulen blieben geschlossen.
WASHINGTON: US-Außenministerin Clinton hat eindringlich vor einem Scheitern der gerade begonnenen Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern gewarnt. Die Gespräche könnten für eine sehr lange Zeit die letzte Chance auf Frieden im Nahen Osten sein, sagte Clinton in einem gemeinsamen Interview des israelischen und palästinensischen Fernsehens. Sowohl Israel als auch die Palästinenser würden immer stärker von Terroristen bedroht, die vom Iran mit Waffen ausgestattet würden. Erschwert werden die Friedensgespräche zwischen Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenser-Präsident Abbas durch den innerpalästinensischen Konflikt zwischen Fatah und Hamas. Die radikale Hamas lehnt die Gespräche ab, und kündigte bereits an, diese mit Anschlägen zu torpedieren.
WELLINGTON: Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,1 hat Teile Neuseelands erschüttert und große Schäden verursacht. Menschen kamen nicht ums Leben, einige wenige wurden verletzt. In der am stärksten betroffenen Stadt Christchurch auf der neuseeländischen Südinsel stürzten Gebäude ein, Straßen wurden beschädigt. Die Strom-, Gas- und Wasserversorgung brach zusammen. Es wird befürchtet, dass bei zu erwartenden weiteren Nachbeben schwer beschädigte Gebäude zusammenbrechen. Die Polizei berichtete von Plünderungen. Es wurde der Notstand ausgerufen.
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten meist heiter. Sonst neben kurzen freundlichen Abschnitten auch dichtere Wolken und einzelne Schauer. Höchsttemperaturen zwischen 14 und 22 Grad.
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. WASHINGTON: Israels Ministerpräsident Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas wollen ihre am Donnerstag begonnenen direkten Verhandlungen in einem 14-tägigen Rhythmus fortsetzen. Ziel sei es, binnen eines Jahres einen tragfähigen Lösungsvorschlag für einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten vorzulegen. Das nächste Treffen soll am 14. und 15. September stattfinden. Besonders umstritten sind die Grenzen eines zukünftigen Palästinenserstaates, die israelische Siedlungspolitik und die Anerkennung Israels durch radikale Palästinener. Netanjahu schließt nach israelischen Medienberichten eine Volksabstimmung über ein mögliches Friedensabkommen nicht aus.
TOKIO: Japan hat neue Sanktionen gegen den Iran wegen dessen Atomprogramm verhängt. Das Kabinett von Ministerpräsident Kan beschloss die Guthaben von weiteren iranischen Einrichtungen, Banken und Personen einzufrieren, wie ein Sprecher des Handelsministeriums in Tokio mitteilte. Außerdem sollen Finanztransaktionen schärfer überwacht werden. Zudem gibt es Beschränkungen für neue japanische Investitionen in iranische Projekte der Gas- und Ölförderung. Die Vereinten Nationen hatten im Juni wegen des umstrittenen Atomprogramms zum vierten Mal Sanktionen gegen den Iran verhängt.
WASHINGTON: Israels Ministerpräsident Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas wollen ihre am Donnerstag begonnenen direkten Verhandlungen in einen 14-tägigen Rhythmus fortsetzen. Ziel sei es, binnen eines Jahres einen tragfähigen Lösungsvorschlag für einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten vorzulegen. Das nächste Treffen soll am 14. und 15. September stattfinden. Besonders umstritten sind die Grenzen eines zukünftigen Palästinenserstaates, die israelische Siedlungspolitik und die Anerkennung Israels durch radikale Palästinener. Netanjahu schließt nach israelischen Medienberichten eine Volksabstimmung über ein mögliches Friedensabkommen nicht aus.
ESSEN: Die für diesen Freitag erwartete Rettung des insolventen Warenhauskonzerns Karstadt verzögert sich. Derzeit fehlten noch die notwendigen Unterschriften aus den Reihen des Vermieterkonsortiums Highstreet, teilte das Amtsgericht Essen mit. Erst wenn diese vorliegen, kann das Gericht über den Insolvenzplan des deutsch-amerikanischen Inverstors Berggruen entscheiden. Dieser hatte nach monatelangen Verhandlungen am Vortag erklärt, das Konsortium habe seine Forderung nach Mietsenkung grundsätzlich gebilligt. Diese stellte die letzte Hürde dar für seinen Kauf des insolventen Konzerns und den Erhalt der 120 Karstadt-Warenhäuser.
BERLIN: Mehr als zwei Jahre nach dem Bekanntwerden der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom müssen sich drei ehemalige Mitarbeiter vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstoßen zu haben. In den Jahren 2005 und 2006 hatte die Telekom Telefondaten von Mitgliedern ihres Aufsichtsrates, des Betriebsrates, von Journalisten und auch Dritten wie Verdi-Chef Frank Bsirske ausspioniert.
BERLIN: Nach dem erhitzten Streit über die Thesen des Bundesbank-Vorstands Sarrazin haben sich Politiker aus Regierung und Opposition für eine sachliche Debatte über das Reizthema Integration ausgesprochen. Die offenkundige Besorgnis in der Bevölkerung solle ernst genommen werden, forderte der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Bosbach. Es gebe millionenfach gelungene Integration, aber auch "zu viele Fälle von Integrationsverweigerung,", sagte der CDU-Politiker der Neuen Osnabrücker Zeitung. Der innenpolitische Sprecher der SPD, Wiefelspütz, sprach von einem "Mega-Thema" der nächsten Jahre.
HOUSTON: Das Feuer auf der am Donnerstag havarierten Ölbohrinsel im Golf von Mexiko ist gelöscht. Nach Angaben der US-Küstenwache gibt es keine Anzeichen für einen Ölaustritt aus der etwa 140 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana liegenden Plattform. Dies hätten Untersuchungen aus der Luft und von Schiffen aus ergeben. Alle 13 Arbeiter seien ohne ernste Verletzungen geborgen und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. - Die Explosion auf einer Bohrinsel des Energiekonzerns BP im April hatte zur größten Ölpest in der Geschichte der USA geführt.
BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat die 50. Internationale Funkausstellung eröffnet. Mit mehr als 1.400 Ausstellern ist die Messe in diesem Jahr so groß wie noch nie. Ein Schwerpunkt ist die 3D-Technik sowie die Verschmelzung von Internet und Fernsehen. Die IFA gilt als die weltweit wichtigste Ausstellung für Unterhaltungselektronik.
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Sauerland über Thüringen bis zur Neiße viele Wolken, gebietsweise Schauer. Nur Richtung Küste und Schwarzwald ist es längere Zeit heiter und meist trocken. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 14 und 22 Grad Celsius.
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. WASHNGTON: Unter Vermittlung der USA nehmen Israel und Palästinenser ihre direkten Friedensverhandlungen nach zweijähriger Unterbrechung wieder auf. Vor den Gesprächen versicherten Israels Ministerpräsident Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas, sie wollten alles in ihrer Macht Stehende tun, um einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu erreichen. Netanjahu erklärte, er strebe einen historischen Kompromiss an und nannte Abbas seinen Friedenspartner. Abbas rief zu einem Ende der Gewalt auf, nachdem im Westjordanland erneut auf Israelis geschossen worden war.
WASHINGTON: Die Weltbank hat ihre Hilfen für das unter massiven Überschwemmungen leidende Pakistan auf umgerechnet 780 Millionen Euro erhöht. Das teilte Weltbank-Chef Zoellick nach einem Treffen mit dem pakistanischen Finanzminister Shaikh in Washington mit. Das Geld solle sowohl für die Nothilfe als auch für den langfristigen Wiederaufbau benutzt werden, sagte Zoellick. Unterdessen beklagen die Vereinten Nationen den mangelnden Spendenfluss für Pakistan. Bislang seien erst rund 63 Prozent der dringend benötigten Mittel eingegangen, sagte der Chef des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe, Bessler. Noch immer seien acht Millionen Menschen auf sofortige Hilfe angewiesen.
FRANKFURT AM MAIN: Die Hinweise auf eine vorzeitige Entlassung des umstrittenen Bundesbank-Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin verdichten sich. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" hat sich der Vorstand der Notenbank intern schon für die Trennung von Sarrazin ausgesprochen, der vor allem wegen seiner These, muslimischen Zuwanderern fehle es an Integrationswillen, in der Kritik steht. Es gehe nur noch darum, wie man Sarrazins Chancen bei einer Klage gegen eine Entlassung verringern könne, heißt es in dem Blatt weiter. Offiziell lässt die Bundesbank die Zukunft ihres Vorstandsmitglieds noch offen. Der 65-Jährige schließt inzwischen jedoch auch selbst ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Amt nicht mehr aus. Entsprechend äußerte sich der frühere Berliner Finanzsenator im deutschen Fernsehen.
BERLIN: Die CSU verlangt Änderungen am Sparpaket der Bundesregierung. Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter Friedrich kritisierte, dass die Einschnitte in die Städtebauförderung zu stark seien. Zudem gefährde der geplante Wegfall von Vergünstigungen bei der Ökosteuer energieintensive mittelständische Unternehmen. Hier dürften nicht blindlings industrielle Strukturen zerstört werden, so Friedrich weiter. Kritisch äußerte er sich auch zu den Einsparzielen für die Bundeswehr. So sei über den Vorschlag von Verteidigungsminister zu Guttenberg, die Truppe um rund ein Drittel auf 165.000 Soldaten zu verkleinern, noch nicht das letzte Wort gesprochen.
SANTIAGO DE CHILE: Die Bohrarbeiten zur Rettung der 33 eingeschlossenen chilenischen Bergleute sind nach nur 20 Metern unterbrochen worden. Grund seien Unregelmäßigkeiten im bisher durchbohrten Gestein, teilte der leitende Ingenieur mit. Dies sei während der ersten 100 Meter jedoch normal und erwartet worden. Die Wände des Bohrschachts sollen jetzt mit Beton verstärkt werden. Bis die seit Anfang August in 700 Metern Tiefe festsitzenden Kumpel erreicht werden können, sollen sie durch ein striktes Beschäftigungsprogramm körperlich und geistig fit gehalten werden. Experten rechnen, dass die Bergungsaktion bis zu vier Monate dauern kann.
MIAMI: An der Ostküste der USA blicken Millionen Menschen mit Sorge auf den herannahenden Wirbelsturm "Earl", der über dem Atlantik weiter an Kraft gewonnen hat. Seit 1991 habe es keinen so kraftvollen Sturm mehr gegeben, der in einem so breiten Streifen auf die Küste treffen könnte, sagte ein Sprecher des Nationalen Hurrikanzentrums in Miami. Zuletzt wurden bei "Earl" Spitzenböen von 220 Kilometern in der Stunde gemessen. In den Bundesstaten North Carolina, Virginia und Maryland wurde vorsorglich bereits der Notstand ausgerufen.
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt, gelegentlich Schauer. Von Baden über Schwaben bis zu den Alpen mehr Sonne und dort überwiegend niederschlagsfrei. Tageshöchstwerte je nach Bewölkung 15 bis 20 Grad.
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.BERLIN: Die Bundesregierung hat ihr umstrittenes Sparpaket auf den Weg gebracht. Das schwarz-gelbe Kabinett billigte den Entwurf für das sogenannte Haushaltbegleitgesetz, das vor allem Einschnitte bei den Sozialleistungen vorsieht. So wird unter anderem das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger gestrichen. Beschlossen wurde weiter eine Flugticketsteuer von 2011 an. Zudem werden Ausnahmen bei der Stromsteuer und im Energiesteuergesetz für das produzierende Gewerbe verringert. Über die ebenfalls geplante Abgabe der Atomindustrie will das Kabinett dagegen erst Ende September entscheiden. Mit den verschiedenen Maßnahmen soll der Bundeshaushalt bis 2014 um insgesamt 82 Milliarden Euro entlastet werden. - Die Regierung verabschiedete auch Eckpunkte für die geplante Reform der Sicherungsverwahrung. So soll die juristisch strittige nachträgliche Sicherungsverwahrung für erwachsene Straftäter abgeschafft werden. Derzeit kann sie noch weit nach einem Strafurteil angeordnet werden.
FRANKFURT AM MAIN: Der umstrittene Bundesbank-Vorstand Sarrazin muss an diesem Mittwoch seinem Arbeitgeber Rede und Antwort stehen. Anschließend will die Führungsspitze der Notenbank mit ihrem Ethik-Beauftragten über die berufliche Zukunft Sarrazins beraten. Der 65-jährige ehemalige Berliner Finanzsenator hat mit kritischen Äußerungen über muslimische Einwanderer und Juden einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Bundesbank-Vorstand selbst kann Sarrazin allerdings nicht entlassen, sondern muss Bundespräsident Wulff bitten, dies zu tun. - Sarrazin droht auch ein Ausschluss aus der SPD. Nach Berichten der "Berliner Zeitung" gibt es für ihn an der Basis der Partei jedoch viel Unterstützung. Beim SPD-Parteivorstand seien bislang 2.000 Mails eingegangen, rund 90 Prozent der Absender hätten sich zustimmend zu Sarrazins Thesen geäußert.
WASHINGTON: Die ersten direkten Nahost-Friedensgespräche seit fast zwei Jahren sollen trotz des tödlichen Anschlags auf jüdische Siedler wie geplant am Donnerstag beginnen. Zu vorbereitenden Einzelgesprächen empfing US-Außenministerin Clinton in Washington den Palästinenserpräsidenten Abbas und Israels Regierungschef Netanjahu. Alle Seiten verurteilten den Anschlag aufs Schärfste, bei dem am Dienstag nahe Hebron vier Israelis getötet worden waren. Zu der Tat bekannten sich die Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas. Der Rat der jüdischen Siedler im Westjordanland kündigte an, aus Protest den von der Regierung verhängten Baustopp zu durchbrechen und die Bauarbeiten sofort wieder aufzunehmen.
WASHINGTON: US-Präsident Obama hat in einer Rede an die Nation offiziell das Ende des Kampfeinsatzes im Irak verkündet und die Ankurbelung der eigenen Wirtschaft zur zentralen Aufgabe des amerikanischen Volkes erklärt. Die Iraker hätten jetzt selbst die Verantwortung für die Sicherheit ihres Landes, sagte Obama im Weißen Haus. Die USA würden dem Irak aber im Kampf gegen den Terrorismus und für staatliche Stabilität weiter beistehen. Amerika habe in dem Krieg einen hohen Preis bezahlt, resümierte der Präsident: Nicht nur mehr als 4.400 gefallene und 32.000 verwundete Soldaten, sondern auch riesige finanzielle und wirtschaftliche Belastungen. Die enormen Kriegskosten hätten dazu geführt, dass die Investitionen im eigenen Land vernachlässigt und Schulden in Rekordhöhe angehäuft worden seien.
WASHINGTON: An der Ostküste der USA bereiten sich die Menschen auf das Herannahen des Hurrikans "Earl" vor. Im Bundesstaat North Carolina ordneten die Behörden bereits die Evakuierung einer vorgelagerten Urlaubsinsel an. Der im Atlantik tobende "Earl", ein schwerer Wirbelsturm der Stärke 4 auf der fünfstufigen Skala der US-Meteorologen, wird voraussichtlich am Donnerstag oder Freitag auf die Küste North Carolinas treffen.
VENEDIG: Mit dem Psychothriller "Black Swan" des US-Regisseurs Darren Aronofsky beginnen an diesem Mittwoch die 67. internationalen Filmfestspiele von Venedig. 24 Filme aus zwölf Ländern konkurrieren in der italienischen Lagunenstadt bis zum 11. September um den Goldenen Löwen. Darunter ist auch "Drei", der jüngste Streifen des deutschen Regisseurs Tom Tykwer.
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter bis wolkig, nur örtlich stärker bewölkt mit vereinzelten Schauern. Tageshöchsttemperaturen 13 bis 20 Grad.