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Wirtschaft: Menschen, Macher und Moneten
Arbeitsplätze, Bankenpleiten, Energieversorgung, Innovationen, Mikrokredite, Weltmarktführer, Wirtschaftskrise, Zukunftsmärkte - wir blicken hinter die Kulissen der Weltwirtschaft.

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Episode from 07.09.2010
Wirtschaft: Ein Semester für die Haushaltsplanung
EU-Finanzminister zu weiteren Schritten für eine Finanzmarktreform +++ Die Zusammenarbeit von EU und China beim Patentschutz +++ Die schöne neue Welt des Google-Chef Eric SchmidtBis April eines jeden Jahres sollen die EU-Mitgliedsländer ihre Etatplanung offenlegen. Das haben die EU-Finanzminister bei ihrem jüngsten Treffen in Brüssel beschlossen. Damit sollen Schieflagen frühzeitig erkannt und Desaster wie in Griechenland verhindert werden. Doch dies ist nur einer der Schritte, die notwendig sind, um weitere Wackelkandidaten wie Spanien, Portugal und Irland vor der Katastrophe zu bewahren. Eine große Baustelle ist dabei der Euro-Stabilitätspakt. Außerdem in unserem Programm: Seit 25 Jahren arbeiten EU und China zusammen, um gegen Produktpiraterie vorzugehen. Da prallen zuweilen Mentalitätsunterschiede aufeinander. Geistiges Eigentum wird in China oftmals nicht als hohes Gut bewertet, die Europäer gelten zuweilen als zu kritisch. Dennoch sind das europäische Patentamt und sein chinesisches Pendant, das Amt für geistiges Eigentum, vom Erfolg ihrer Kooperation überzeugt. Er ist prominent und er und sein Unternehmen sind spätestens seit der Debatte um den Bilderdienst "street view" umstritten: Google-Chef Eric Schmidt war als Gastredner auf der Internationalen Funkaustellung und sollte über das Fernsehen der Zukunft reden ? doch dann sprach er eher in eigener Sache von den Plänen und Visionen des Internet-Suchdienstes google. Moderation: Günter Birkenstock Redaktion: Sabine Faber
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Episode from 06.09.2010
Wirtschaft: Vernetzt Wohnen und Leben im E-Haus
Neue Wohntechnologie könnte viel Geld sparen +++ Investitionsruinen in der Atomkraft kosten Milliarden +++ IT-Kriminalität schadet der Wirtschaft Intelligente Elektrohaushaltsgeräte erledigen ihren Job, wenn Strom am billigsten ist. Jalousien und Heizung werden über das Handy ferngesteuert. Unterhaltungselektronik, Hausgeräte, Beleuchtung, Heizsysteme und Sicherheitstechnik: Wohnräume erfahren durch intelligente Heimvernetzung eine neue Dimension. Die Vorteile: mehr Komfort, mehr Sicherheit, neue Möglichkeiten, Energiekosten einzusparen. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern ist schon Realität im sogenannten E-Haus, dem vernetzten Gebäude, das jetzt auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt wurde. Außerdem in unserem Programm: Der Ausstieg aus dem Ausstieg ist da. Die Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP hat den zehn Jahre alten rot-grünen Konsens zum Ende der Atomenergie gekippt. Im Schnitt zwölf Jahre länger sollen die AKW in Deutschland durchschnittlich in Betrieb bleiben. Ob diese Verlängerung auch ausreicht, um erneuerbare Energien so weit auszubauen, dass auf die Atomenergie ganz verzichtet werden kann, ist umstritten. Auch unklar ist, was mit den abgeschalteten Meilern passiert. Und da gibt es weltweit zahlreiche Beispiele: Nämlich mehr als 100 Investitionsruinen im Wert von 360 Milliarden Euro. Eines ist der THTR 300 im westfälischen Hamm-Uentrop. Er sollte ein Wunderwerk der Technik werden, blieb aber nur knapp 8000 Stunden am Netz. Als IT-Kriminalität gelten alle Straftaten, die unter Nutzung des Internets oder anderer Kommunikationssysteme begangen werden. Aber auch Straftaten, die sich gegen das Netz richten, werden diesem Bereich zugerechnet. Eine Studie hat nun ergeben, dass IT-Kriminaität immens gestiegen ist. Und die Kreativität und Flexibilität der Täter kennt offenbar keine Grenzen ? das zumindest hat der Chef des Bundeskriminalamtes gesagt, als er diese Studie zusammen mit dem Chef des IT-Branchenverbandes Bitcom vorstellte. Moderation: Günter Birkenstock Redaktion: Sabine Faber
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Episode from 03.09.2010
Wirtschaft: Der Fluch des "Schwarzen Goldes"
Maximaler Gewinn - das steht über der Ölförderung im Nigerdelta - zu Lasten der Umwelt und der Menschen.Ölpest im Delta Das westafrikanische Land Nigeria ist mittlerweile der achtgrößte Öl-Exporteur der Welt. Milliardensummen hat Nigeria in den letzten Jahrzehnten mit dem ´schwarzen Gold´ verdient. Doch statt Wohlstand kam das Leid ins Nigerdelta. Denn ein großer Teil der Öleinnahmen fließt ausschliesslich der nigerianischen Elite zu. Hinzu kommen alte, rostige oder illegal angezapfte Pipelines, die das Grundwasser und die Ackerböden verseuchen. Aber nicht nur das: Schon das Atmen im Nigerdelta ist für die Menschen längst zu einer Gesundheitsgefahr geworden. Nun wollen die Politiker endlich ein neues Gesetz auf den Weg bringen, damit auch die einfache Bevölkerung vom Ölreichtum des Landes profitiert. Ein Schachzug, den die Ölmultis scharf kritisieren. Eine Reportage von Alexander Göbel.
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Episode from 02.09.2010
Wirtschaft: So viele Neuheiten wie nie
Die IFA, die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik, beginnt in Berlin +++ Die US-Mittelschicht gerät in Bedrängnis +++ Japan profitiert nicht vom weltweiten AufschwungMegatrends auf der IFA Es ist wieder soweit: Die Internationale Funkausstellung - kurz IFA - öffnet vom 3. bis 8. September in Berlin wieder ihre Pforten. Schon jetzt zeichnen sich zwei Megatrends ab: Das dreidimensionale Fernseh-Angebot gewinnt an Breite und Vielfalt, und es gibt praktisch keinen neuen Flachbild-Fernseher, der sich nicht mit dem Internet verbinden kann. Die Branche der Unterhaltungselektronik boomt. US-Mittelschicht von Krise hart betroffen Wer gestern noch ein schickes Haus hatte, muss heute vielleicht schon in seinem Auto übernachten. Die Rede ist von der amerikanischen Mittelschicht. Die aktuelle Finanz- und Immobilienkrise hat sie besonders hart getroffen. Mit auf der Strecke bleibt dabei auch der eigentlich unerschütterliche amerikanische Optimismus. Kein Wunder, denn viele von ihnen, die vor der Krise noch recht gut gelebt haben, sind jetzt auf staatlich unterstützte Lebensmittelläden angewiesen. An Japan geht der Aufschwung vorbei Mit der Weltwirtschaft geht es bergauf, doch an Japan droht die konjunkturelle Erholung vorbeizugehen. Das Land steckt seit anderthalb Jahren in der Deflation. Das heißt: die Verbraucherpreise sinken. Und das wiederum beeinträchtigt die Umsätze und Gewinne der Unternehmen. Die Folge: Arbeitsplätze gehen verloren und der Konsum wird weiter geschwächt. Vor allem verhindert die teure Währung, der Yen, dass Japan vom weltweiten Konjunkturaufschwung profitieren kann.
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Episode from 01.09.2010
Wirtschaft: Trend auf zwei Rädern
E-Bikes auch in Deutschland im Kommen +++ Elektrofahrräder sind ein bevorzugtes Transportmittel in China +++ Die Grenzen des WachstumsIn Friedrichshafen am Bodensee hat die Fahrradmesse Eurobike ihre Pforten geöffnet. 1100 Aussteller aus 42 Ländern zeigen bis zum Wochenende die Trends für 2011. Schwerpunktthema ist das Elektrofahrrad. Denn diese Technik entwickelt sich rasant, die Räder werden leichter, die Akkus leistungsfähiger. E-Bikes erobern Shanghais Strassen Inzwischen ist in ganz Europa viel von E-Mobilität die Rede. Meistens sind dann Elektroautos gemeint. Die sollen in irgendeiner fernen Zukunft unsere Spritfresser ablösen. In China ist Elektro-Mobilität schon Alltag ? allerdings nur auf zwei Rädern. Elektroräder haben die Strassen des Landes erobert. Ein Erfahrungsbericht aus Shanghai. Umwelt und Ressourcen schonen Politiker dieser Welt tun alles, um für ein höheres Wirtschaftswachstum im eigenen Land zu sorgen. Kein Wunder: wenn die Wirtschaft brummt, dann stehen sie schließlich glänzend da. Doch viele Ökonomen glauben inzwischen, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind. Sie setzen auf eine nachhaltige Entwicklung, die Umwelt und Ressourcen schont. Der Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech ist ein solcher Vertreter dieser so genannten Postwachstumsökonomie.
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Episode from 31.08.2010
Wirtschaft: Startschuss für neuen Hoffnungsträger
In Stade hat die Produktion des A 350 in Deutschland begonnen +++ Wirtschaftliche Aspekte einer Laufzeit-Verlängerung für Atomkraftwerke +++ Wie aus einer Arbeitslosenidee eine florierende Firma wurdeDer Flugzeugbauer Airbus hat die Produktion des neuen Großraumflugzeugs A350 in Deutschland aufgenommen. Als erstes Bauteil wird im niedersächsischen Stade die 32 Meter lange obere Schale eines Flügels aus Kohlefaser gefertigt. Mit über 32 Meter Länge ist dies das größte Bauteil aus diesem Material bei Airbus weltweit. Ausstieg aus dem Ausstieg Am 28. September wird die Bundesregierung ihr mit großer Spannung erwartetes Energiekonzept vorstellen. Damit soll festgelegt werden, wie Deutschland in den kommenden Jahrzehnten seinen Hunger nach Energie stillen kann. Am zurückliegenden Wochenende hatte Kanzlerin Angela Merkel angedeutet, die Laufzeiten bestehender Atomkraftwerke um 10 bis 15 Jahre zu verlängern. Mit Kreativität in die Selbständigkeit Der Aufschwung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat auch in den Sommerferien angehalten. Im August sank die Zahl der Menschen, die ohne Job sind, im Vergleich zum Vormonat geringfügig um 4.000 auf rund 3,1 Millionen. Und die Bundesagentur für Arbeit zeigt sich zuversichtlich, dass im Herbst sogar die Drei-Millionen-Marke unterschritten werden kann. Wohl auch dank eigener kreativer Ideen, die manche Menschen ohne Job entwickeln. So geschehen im westfälischen Münster. Dort haben Arbeitslose aus einer Selbsthilfegruppe heraus den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und sich eine neue Existenz aufgebaut. Direkt Recycelte Papierprodukte GmbH heißt das Unternehmen.
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Episode from 30.08.2010
Wirtschaft: Milliardenmarkt Müll
Die Wiederverwertung von Müll ist für Deutschland lebensnotwendig +++ Seltene Rohstoffe setzt die EU auf eine "Rote Liste"Die Bodenschätze der Erde könnten schneller zur Neige gehen, als bisher angenommen. Metalle wie Indium und Palladium, aber auch Gold und Kupfer werden bereits knapp. Weltweites Bevölkerungswachstum, vor allem aber der wirtschaftliche Aufschwung in Ländern wie China und Indien steigern den Bedarf an Rohstoffen. Daher gehört die Zukunft dem Recycling - sprich: Müll und Abfall werden zur wichtigsten Ressource. Von der Industrie begehrt: Antimon oder Germanium Mit Begriffen wie Antimon, Germanium oder Tantal werden die wenigsten Menschen etwas anfangen können. In der Industrie hingegen sind diese Rohstoffe heiß begehrt. Ohne sie könnten Hightech-Produkte wie Flachbildschirme oder Handys nicht hergestellt werden. Die Europäische Union hat diese seltenen Substanzen nun auf eine Art ´Rote Liste´ gesetzt.
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Episode from 27.08.2010
Wirtschaft: "Essbare Landschaften"
Wie man Kräuter und wilde Blüten vermarktet +++ Wie man abgasfrei transportiertEine schöne Landschaft, die wunderbar schmeckt. Das ist kein Märchen, sondern die Firma "Essbare Landschaften" in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gärtnerei erntet und vermarktet wilde Kräuter und Blüten. Keine Produktionskosten und kurze Transportwege. Zu ihren Kunden gehören Top-Gastronomen aus ganz Deutschland. Eine Reportage über eine kleine Firma mit einer originellen Idee. Es klingt verlockend: die Logistiksparte der Deutschen Bahn, DB Schenker Rail, bietet ein neues Produkt an - den CO2-freien Gütertransport über die Schiene. Dabei soll die für den Schienentransport benötigte Strommenge aus erneuerbaren Energiequellen aus Deutschland bezogen werden, so dass keine extra Kohlendioxid-Emissionen für solch einen Transport anfallen. Das grüne Angebot wurde jetzt zum ersten Mal auch von einem Großkunden gebucht. Der deutsche Premium-Autohersteller Audi will so einen Teil seiner Fahrzeuge transportieren lassen. Moderation: Cordula DenninghoffRedaktion: Zhang Danhong
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Episode from 26.08.2010
Wirtschaft: Aufschwung macht begehrlich
Deutschland auf der Überholspur - wie geht es weiter? +++ Konsumklima hellt sich auf - welche Rolle spielt der Konsument? +++ Den Hafen studieren - die Kühne Logistics University (KLU) wird gegründetDeutschland fühlt sich wie im zweiten Wirtschaftswunder. Die Wirtschaft wächst schneller als in den anderen Industrienationen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im August überraschend gestiegen, zum dritten Mal in Folge, die Unternehmen sind in Partylaune. Doch hohes Wachstum weckt auch Begehrlichkeiten. Mehr Lohn schafft mehr Konsum und schafft noch mehr Wachstum - so argumentieren die Gewerkschaften. Bisher hat der Export das Wachstum getragen. Die Konsumenten hingegen haben dem Aufschwung lange Zeit misstraut und sich zurückgehalten. Doch gerade jetzt, wo die Wachstumsaussichten schon wieder beginnen sich einzutrüben, wächst die Lust auf Konsum in Deutschland. Der Konsumklimaindex, den die GfK, Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg, errechnet, ist für den September überraschend auf über vier Punkte gestiegen. Reagiert der deutsche Verbraucher immer mit Verzögerung? Hamburg, das ist der Hafen. Hier landen Container aus aller Welt, werden umgeschlagen, und ihre Ladung gelangt zu den deutschen Verbrauchern. Und hier werden deutsche Exportgüter eingepackt, um auf riesigen Frachtschiffen durch die ganze Welt transportiert zu werden. Kein schlechter Ort, um das Geschäft der weltweiten Logistik genau zu studieren, dachte sich der Privatunternehmer Klaus-Michael Kühne, und gründet über seine Stiftung eine eigene Universität, speziell für Logistik - die Kühne Logistics University - kurz /´The KLU/´. Am 27. September sollen die ersten 18 Studierenden den Master of Science in Global Logistics belegen. Die letzten Vorbereitungen laufen. Moderation: Cordula DenninghoffRedaktion: Zhang Danhong
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Episode from 25.08.2010
Wirtschaft: Europäischer Flickenteppich bei der Bankenabgabe
EU-Staaten uneins bei der Bankenabgabe +++ Deutsche Bauern enttäuscht über die Ernte +++ Logistikunternehmen Dachser meistert die KriseMit einer Zwangsabgabe zur Abwehr künftiger Finanzkrisen will die deutsche Bundesregierung die Banken in die Pflicht nehmen. Das Kabinett billigte am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf. Auch andere EU-Staaten wollen die Banken zur Kasse bitte, das haben die Regierungschefs auf dem letzten EU-Gipfel beschlossen. Aber bis jetzt haben die Länder sehr unterschiedliche Vorstellungen, wie das mit der Bankenabgabe laufen soll. Hitze im Juni und Juli, anhaltender Starkregen im August ? auch in Deutschland präsentiert sich dieser Sommer alles andere als ausgeglichen. Doch während sich die einen mit Klimaanlagen und Regenschirmen behelfen können, sind die Landwirte den extremen Witterungsbedingungen machtlos ausgeliefert. Wassermangel und Hitzestress während der Wachstumsphase und zu viel Feuchtigkeit in der Erntezeit lassen die Erträge in diesem Jahr mager ausfallen. Das könnte dazu führen, dass die weltweit ohnehin schon hohe Getreidepreise weiter steigen. 2009 war für die weltweite Logistik-Branche ein Fiasko. Auch am Logistik-Konzern Dachser aus dem bayrischen Allgäu ging die Krise nicht spurlos vorbei. Neun Prozent büßte das Unternehmen am Gesamtumsatz im Vergleich zu 2008 ein. Doch das Familienunternehmen, das mit dem Transport von Allgäuer Bergkäse den Lebensmitteltransport mitbegründete, meisterte die Krise besser als viele andere Logistiker. Moderation: Cordula DenninghoffRedaktion: Zhang Danhong
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Episode from 24.08.2010
Wirtschaft: Währungen statt Kanonen
Der deutsche Alleingang gegen riskante Börsenspekulationen +++ Der weltweite Wettbewerb der Währungen +++ Frankfurt: das europäische Luftfrachtdrehkreuz"Seht her, wir tun was gegen Finanzkrisen. Wir legen Spekulanten das Handwerk!" Das war sinngemäß die Botschaft, die Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit einem neuen Gesetz vermitteln wollte, dass im Juli in Kraft trat. Gewisse spekulative Geschäfte sind seitdem verboten. Die EU-Kommission, die eine europaweite Regulierung anstrebt, fand das deutsche Vorpreschen wenig hilfreich. Kritik kommt auch vom Internationalen Währungsfonds. Mit der Stärke der Währung ist es so eine Sache. Ist sie entsprechend stark, dann ist es gut für die Bürger, die ins Ausland reisen. Aber für den Export bedeutet eine starke Währung Gift, weil sich die Güter verteuern. So geht es im Moment Japan: Der Yen ist im Vergleich zum Dollar so teuer wie seit 1995 nicht mehr, was die japanischen Ausfuhren hemmt. Der Euro hingegen ist monatelang abgerutscht, was nicht zuletzt den deutschen Firmen gut getan hat. Da alle Staaten auf den weltweiten Märkten voneinander abhängen, funktioniert es nicht immer, wenn jeder nur auf den eigenen Vorteil schaut. Im vergangenen Jahr schaute die Logistikbranche in den Abgrund. Beim Branchenprimus Lufthansa Cargo, einer hundertprozentigen Tochter der Deutschen Lufthansa, brach der Umsatz um rund ein Drittel ein. Und so abrupt der Absturz, so schnell verlief in diesem Jahr die Erholung. Das Luftfrachtgeschäft ist also nichts für schwache Nerven. Moderation: Cordula DenninghoffRedaktion: Zhang Danhong
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Episode from 23.08.2010
Wirtschaft: Multikulturell - Geschäftskonzept in deutschen Unternehmen
Indische Fachkräfte im Schwabenland +++ Kölner PR-Agentur setzt auf Menschen mit Migrationshintergrund +++ Deutschland - Weltmeister der LogistikIn den 50er Jahren war man dankbar für die Gastarbeiter aus Italien, die die Deutschen von undankbarer Handarbeit befreit haben. Heute freut man sich auf die Fachkräfte aus Indien, die solche hochspezialisierten Arbeitsvorgänge beherrschen, für die sich in Deutschland kein Spezialist findet. Wer sind diese indischen Fachkräfte und wie leben und arbeiten sie in Deutschland? Wer Ali, Mustafa oder Sergeji heißt, hat es auf dem deutschen Arbeitsmarkt schwer: Unternehmen sind skeptisch, wenn der Name des Bewerbers fremd klingt oder wenn er nicht in Itzehoe zur Schule gegangen ist, sondern in Istanbul oder Irkutsk. In einer mittelständischen Kölner PR-Agentur ist das alles anders. Ihr Inhaber Thomas Müller sucht gezielt gerade solche Menschen, die in zwei Kulturen zu Hause sind. Deutschland ist nach einer Studie der Weltbank Logistik-Weltmeister. Doch wer meisterlich transportiert, der hat auch besonders viele Probleme, wenn es mal nicht läuft in der Weltwirtschaft - wie 2009. Trotz harter Umsatzeinbrüche: dieses Jahr geht es bei der Logistik schon wieder bergauf - und wie. Moderation: Cordula DenninghoffRedaktion: Zhang Danhong
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Episode from 20.08.2010
Wirtschaft: Baumwolle aus Benin
Ein staatlich-privatwirtschaftliches Entwicklungsprojekt will die Lage der Baumwollbauern im westafrikanischen Benin verbessern. Benin, ein kleines Land in Westafrika, liegt zwischen Togo und Nigeria. Das deutsche Außenministerium stuft Benin als eines der ärmsten Länder der Erde ein. Die meisten Menschen betreiben Landwirtschaft, vor allem Baumwollanbau. Doch gut leben können sie davon nicht. Die Weltmarktpreise sind im Keller, während die Kosten für Dünger und Pflanzenschutzmittel immer weiter steigen. Das Projekt Cotton made in Afrika ? Baumwolle aus Afrika ? versucht, die Lage der Baumwollbauern in Benin zu verbessern ? und setzt dabei ganz auf Marktwirtschaft. In unserer Reihe über Projekte, die staatliche und privatwirtschaftliche Einrichtungen zusammenbringen, berichtet Andreas Becker. Moderation: Klaus JansenRedaktion: Rolf Wenkel
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Episode from 19.08.2010
Wirtschaft: Merkel auf Energie-Reise
Auf den Mix kommt es an - wie steht es um das Energiekonzept der Bundesregierung? +++ Hausgemachte Probleme - warum Japan von China überholt wird +++ Urlaubsreise in die Klinik - Gesundheitstouristen in Deutschland Die Kanzlerin ist aus dem Urlaub zurück und hat sich sofort wieder auf die Reise begeben. Eine Energiereise soll es sein, bei der sich Angela Merkel ansieht, wie in Deutschland Strom erzeugt wird, und wie es um die Energiegewinnung steht. Man könnte es auch für eine Art Bildungsreise halten. Denn schon in sechs Wochen will das Bundeskabinett in Berlin festlegen, wie die energiepolitische Zukunft Deutschlands aussehen soll. Heiner Kiesel berichtet. Bislang gab es eine feste Reihenfolge in der Weltwirtschaft: Die USA sind die größte Volkswirtschaft der Welt, gefolgt von Japan, China und Deutschland. Aber im zweiten Quartal dieses Jahres gab es einen Positionswechsel: China hat sich - was die Wirtschaftsleistung angeht - vor Japan auf den zweiten Platz geschoben. Was unter anderem daran liegt, dass Japans Wirtschaft unter hausgemachten Schwächen leidet. Zu den Hintergründen: Christoph Ricking. Gesundheitstourismus - das ist für viele deutsche Ärzte ein Schimpfwort. Gemeint sind damit zum Beispiel Kur-Aufenthalte in Tschechien, Zahnbehandlungen in Ungarn, Zahnimplantate am Schwarzen Meer. Orte eben, wo Deutsche Urlaub machen und nebenbei von günstigen medizinischen Leistungen profitieren. Aber auch Deutschland ist gelegentlich das Ziel einiger Gesundheitstouristen. Die sind meistens gut betucht und sprechen Arabisch. Ihr Ziel: Bad Godesberg bei Bonn. Miriam Klaussner hat einen arabischen Scheich begleitet. Moderation: Klaus JansenRedaktion: Rolf Wenkel
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Episode from 18.08.2010
Wirtschaft: Hauptstadt der Cyber-Gamer
Milliardenmarkt Computerspiele - in Köln öffnet die Spielemesse Gamescom ihr Tore +++ Krieg im Cyberspace - die deutsche Wirtschaft unterschätzt die Wirtschafts-Spionage +++ Politik und Wirtschaft fest im Griff - Serbien gilt als Paradies für Oligarchen In der Computerspiele-Industrie kriselt es,­ aber die Gamescom zeigt sich davon unbeeindruckt: Die größte europäische Branchenmesse ist mit einem Ausstellerrekord gestartet. 505 Unternehmen haben sich angekündigt, knapp 50 mehr als im Vorjahr. Am Mittwoch war das Messegelände in Köln Fachbesuchern vorbehalten, ab Donnerstag ist der Branchentreff für das breite Publikum geöffnet. Arne Lichtenberg über die Perspektiven einer Milliardenbranche. Der deutsche Verfassungsschutz beklagt, dass die Wirtschaft bei der Bekämpfung von Wirtschaftsspionage nicht genügend kooperiert. Der Geheimdienst erhalte kaum Meldungen über Industriespionage, heißt es. Und das, obwohl wissenschaftliche Untersuchungen, wie auch die Erkenntnisse des Dienstes, die Gefahren für deutsche Unternehmen belegen. Vor allem chinesische und russische Geheimdienste seien in Deutschland aktiv, berichtet der Verfassungsschutz. Matthias von Hein zu den Hintergründen. Zum Schluss ein Blick nach Serbien. Dort will die Wirtschaft nicht so recht vorankommen. Viele Experten sagen, das läge an einer handvoll Oligarchen, die unter dem Autokraten Slobodan Milosevic ihr Vermögen gemacht hätten; und die sich auch heute noch bester politischer Beziehungen erfreuen. Mithilfe der Politik schafften sie es, sich lästige Investoren aus dem Ausland fernzuhalten - und den Wettbewerb auszuhebeln. Christoph Peerenboom stellt uns den mit Abstand reichsten Serben vor. Moderation: Klaus JansenRedaktion: Rolf Wenkel
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Episode from 17.08.2010
Wirtschaft: Phoenix aus der Asche
Phoenix aus der Asche - General Motors geht nur ein Jahr nach der Insolvenz wieder an die Börse +++ Vom Export-Boom überrascht - das Auto-Terminal in Bremerhaven sucht händeringend Mitarbeiter +++ Das Know-How soll im Lande bleiben - warum der Maschinenbauer BüMi nicht nach China geht Rund ein Jahr nach der Insolvenz will die Opel-Mutter General Motors wieder an die Börse gehen. Mit Einnahmen von bis zu 20 Milliarden Dollar könnte die Emission zu einer der größten aller Zeiten werden. Ein erfolgreicher Börsengang ist auch für US-Präsident Barack Obama wichtig. Seine Entscheidung, dem Autobauer im vergangenen Jahr mit 50 Milliarden Dollar unter die Arme zu greifen, wurde damals heftig kritisiert. Klaus Kastan stellt den Phoenix aus der Asche vor. In Bremerhaven steht das größte Auto-Terminal Europas. Hier reihen sich Pkw an Pkw, kilometerweit, auf einer Fläche von 2,4 Millionen Quadrat-Metern. Das Geschäft boomte - bis die Krise kam. Bremerhaven erlebte einen Einbruch von 40 Prozent. ABer jetzt zieht der Export wieder an - und zwar unerwartet kräftig. Und jetzt rächen sich die Massenentlassungen des vergangenen Jahres - es gibt zu wenige Mitarbeiter. Christina Selzer berichtet. Der Maschinenbauer BüMi in Gevelsberg bei Wuppertal gehört zu den so genannten "Hidden Champions", den heimlichen Weltmeistern. Von denen gibt es eine ganze Reihe in Deutschland, und viele haben ihre Produktion nach Asien verlagert, um deutsche Präzision zum Beispiel mit chinesischen Löhnen zu kombinieren. Aber die Firma BüMi hält nicht viel davon. Klaus Weinert hat sie besucht. Moderation: Klaus JansenRedaktion: Rolf Wenkel
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Episode from 16.08.2010
Wirtschaft: Wenn Trinkwasser brennt
Ein Streit um so genanntes unkonventionelles Erdgas ist unser Schwerpunkt heute. Aus den USA mehren sich Berichte über verseuchtes Trinkwasser, das man mit dem Feuerzeug anzünden kann, und in Deutschland weiß die Bundesregierung offenbar noch nicht einmal, dass hierzulande schon Probebohrungen geplant sind. Während konventionelles Erdgas in großen Blasen unter der Erde lagert, befindet sich sogenanntes unkonventionelles Erdgas in kleinsten Poren und Bruchzonen im Gestein. Und dieses unkonventionelle Erdgas gilt in den USA als die Energie der Zukunft. Ein Milliardengeschäft - wären da nicht einige unschöne Nebenwirkungen für Mensch und Umwelt. Frauke Steffens berichtet aus New York. Deutschland ist ein rohstoffarmes Land - da liegt es nahe, auch hier nach dem unkonventionellen Gas zu suchen. Doch die Bundesregierung weiß angeblich nichts darüber. Andreas Becker sprach darüber mit Oliver Krischer, dem Energieexperten in der Bundestagsfraktion der Grünen. Wenn es eine Branche gibt, in der das Angebot und die Nachfrage nach Arbeitskräften heftig auseinanderklaffen, dann ist es die Pflegebranche. Die Arbeitgeber suchen, und keiner meldet sich. Ginge es nach den Gesetzen der Marktwirtschaft. müssten die Löhne von alleine steigen. Seit dem 1. August gilt zwar ein Mindestlohn in Teilen der Branche - aber auch der löst die Probleme nicht. Carolin Courts berichtet. Moderation: Klaus JansenRedaktion: Rolf Wenkel
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Episode from 13.08.2010
Wirtschaft: Kakao gegen die Armut
In unserer Serie über Entwicklungsprojekte, bei denen der Staat und die Privatwirtschaft zusammenarbeiten, geht es diesmal nach Nicaragua.Nicaragua ist geprägt von Armut und Umweltzerstörung. Dabei fließen seit dem Sieg der linken Sandinisten über den Dikatator Somoza Ende der 70er Jahre nicht nur Ströme von Entwicklungshelfern, sondern auch viel Geld ins Land. Und trotzdem ist Nicaragua nach Haiti das zweitärmste Land in Lateinamerika. Fast die Hälfte der etwa sechs Millionen Menschen leben von weniger als einem Dollar am Tag. Unsere Reporterin Insa Wrede hat sich in Nicaragua ein Projekt angeschaut, das zumindest die Lage der Kakaobauern verbessern soll. Am nächsten Freitag führt uns die Serie über Entwicklungsprojekte mit staatlicher und privater Beteiligung dann nach Ostafrika.
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Episode from 12.08.2010
Wirtschaft: USA: Scharfe Kritik an Deutscher Bank
Warum immer mehr junge Leute weltweit keinen Job haben. Warum die Menschen in Milwaukee, USA, sauer auf die Deutsche Bank sind Warum der Fastenmonat Ramadan gut für die arabischen Börsen ist. Das und mehr in dieser SendungVerlorene Generation Jugendarbeitslosigkeit ist weltweit ein Problem. Im Krisenjahr 2007 stieg die Zahl der Menschen zwischen 15 und 24, die keine Arbeit finden, weltweit auf den höchsten je gemessenen Stand. Zu diesem Schluss kommt eine neue Untersuchung, die die Internationale Arbeitsorganisation ILO am Donnerstag in Genf vorstellte. Besonders gravierend ist die Situation demnach in Entwicklungsländern. Die ILO warnt vor einer ´verlorenen Generation´ ohne jede Hoffnung, eine existenzsichernde Beschäftigung zu finden. Kritik an Deutscher Bank Die Bewohner von Milwaukee sind eigentlich stolz auf ihre Stadt. Sie liegt im Mittleren Westen am Lake Michigan, hat viele Parks und erstklassige Restaurants. Doch die Immobilienkrise hat die Stadt schwer mitgenommen. Tausende Häuser stehen leer, nachdem sie zwangsgeräumt wurden, ganze Viertel verfallen. Die Bewohner der Stadt machen dafür auch die die Deutsche Bank verantwortlich. Börsenmonat Ramadan Sell in May and go away. Zu deutsch: Verkauf im Mai und nimm dir frei. Das ist eine von zahlreichen Börsenregeln, über deren Wert man freilich streiten kann. Für Anleger in arabischen Ländern könnte nun eine neue Regel hinzukommen, allerdings ohne Reim: Kauf Aktien im Fastenmonat Ramadan. Das sagt zumindest eine Studie. Ahmad Etebari, Professor der Universität von Durham in New Hampshire und Koautor der Studie, war von dem Ergebnis selbst überrascht. ´Ich hätte eigentlich das Gegenteil erwartet´, so Etebari. Denn Fasten sei während der langen Sommertage im Nahen Osten ziemlich anstrengend. Ist der Ramadan also der Börsenmonat?
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Episode from 11.08.2010
Wirtschaft: Was treibt den Weizenpreis?
In dieser Sendung geht es um Rohstoffe aller Art: Um Geld und die Frage, wie unabhängig Zentralbanken sind. Um Weizen und die Angst vor einer neuen Nahrungsmittelkrise. Und um den größten Minenbetreiber der Welt und seinen Einfluss auf die Politik.Wie unabhängig sind Zentralbanken? Die großen Zentralbanken haben ein Problem: Auf der einen Seite wollen sie Inflation vermeiden, auf der anderen einen Beitrag zur Belebung der Wirtschaft leisten. Weil die US-Notenbank FED ihren Leitzins kaum weiter senken kann, gab sie am Dienstag bekannt, jetzt vermehrt Geld für US-Staatsanleihen auszugeben. Kritiker vergleichen das mit Gelddrucken. Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank sind solchen Methoden eher abgeneigt, sind sie doch vor allem der Stabilität des Euro verpflichtet. Eigentlich. Denn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist auch die EZB nicht wirklich unabhängig. Was treibt den Weizenpreis? Lang andauernde Trockenheit und verheerende Brände gefährden die Weizenernte in Russland. Regierungschef Wladimir Putin hat daher in der letzten Woche ein Exportverbot für Weizen verhängt. Weil Russland der drittgrößte Weizenexporteur der Welt ist, befürchtet das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen eine Preisspirale. Einige Rohstoffanalysten aber beruhigen und prophezeien mittelfristig einen stabilen und niedrigen Preis. Welchen Einfluss hat ein Minenbetreiber auf die Politik? Kohle, Öl, Erz, Metalle - es gibt kaum einen Rohstoff, den die Firma BHP Billiton nicht aus der Erde holt. Das australische Unternehmen gilt als der größte Minenbetreiber der Welt. In seinem Heimatland sorgt BHP Billiton nicht nur für einen Teil des Wohlstands, sondern hat auch gewaltigen Einfluss auf die Politik.
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Episode from 10.08.2010
Wirtschaft: Nachdenken über Wachstum
Wirtschaftswachstum und seine Grenzen: wir berichten über neue Ansätze in der Wissenschaft, neue Wege weg vom Öl und eine neue Energiepolitik in China.Es gibt nicht wenige Politiker und Ökonomen, deren wirtschaftliches Glaubensbekenntnis sich in einer schlichten Formel zusammenfassen ließe: Mehr Wachstum: gut. Kein Wachstum: Schlecht. Zwar mehrte sich in den letzten Jahren die Kritik an diesem Denken, denn es wurde auch für den Ausbruch der Finanzkrise verantwortlich gemacht. Doch inzwischen scheint alles wieder so zu sein wie immer: Ein Wachsen von Volkseinkommen und Unternehmensgewinnen gilt als Erfolg, und ängstlich fragen sich viele, ob dieses Wachstum auch nachhaltig im Sinne von dauerhaft ist. Und doch gibt es auch unter Ökonomen zunehmend solche, die Nachhaltigkeit anders verstehen: als einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Dass dabei auch das Bruttosozialprodukt schrumpfen kann, stört sie nicht. Weg vom Öl Doch was heißt das in der Praxis? Nehmen wir das Beispiel Erdöl. Der Rohstoff ist nur begrenzt verfügbar - das ist bekannt. Seine Förderung ist mit großen Risiken verbunden, auch für die Umwelt - das zeigt die Ölpest im Golf von Mexiko. Und die meisten Experten erwarten für die Zukunft einen starken Preisanstieg. Was also tun? Weg vom Öl, sagen einige. Doch das ist leichter gesagt als getan. Energiepolitik per Ansage Wenn man über wirtschaftliches Wachstum und seine Grenzen spricht, muss man auch über China reden. Seit Jahren wachst die Wirtschaft dort rasant, und inzwischen hat China sogar die USA als größter Energieverbraucher der Welt abgelöst. Größter Umweltverschmutzer - gemessen in CO2-Emissionen, ist das Land ebenfalls. Die Zentralregierung in Peking scheint inzwischen überzeugt zu sein, dass es so nicht weitergehen kann. Deshalb hat sie rund 2000 Firmen aufgefordert, veraltete Fabriken zu schließen. Und zwar innerhalb von zwei Monaten. Keine Diskussion. Jedenfalls fast keine.
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Episode from 09.08.2010
Wirtschaft: Außen hui, innen pfui?
Eine Sendung über das, was die Deutschen ins Ausland verkaufen. Über das, was sie aus dem Ausland einkaufen. Und über die Frage, ob die Deutschen zu wenig Geld ausgeben.Der Außenhandel spielt für die Exportnation Deutschland traditionell eine wichtige Rolle. Durch die globale Wirtschaftskrise ist dieser Bereich stark eingebrochen. Nun gibt es Anzeichen dafür, dass das Schlimmste überstanden ist. Im Juni hat Deutschland mehr Waren exportiert als in jedem anderen Monat seit Beginn der Krise. Und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag blickt optimistisch in die Zukunft. Sind die Deutschen zu sparsam? Aus dem Ausland kommen gelegentlich Vorwürfe, Deutschland sei zu stark auf seinen Export fixiert. Der private Konsum im Inland werde dagegen sträflich vernachlässigt. Südliche Euro-Staaten wie Griechenland, Italien oder Spanien haben lange über ihre Verhältnisse gelebt. Die Deutschen dagegen knausern beim Geldausgeben und verstärken mit ihrer Konzentration auf den Export noch die Ungleichgewichte in den Handelsbilanzen, so das Argument. Doch konsumieren die Deutschen wirklich zu wenig? Schadet ihre Sparsamkeit den europäischen Nachbarn?
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Episode from 06.08.2010
Wirtschaft: PPP - zehn Jahre Partnerschaft
Public Private Partnership-Projekte - kurz: PPP-Projekte - gibt es seit zehn Jahren. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Staat und privater Wirtschaft.Wirtschaftlicher Erfolg in Schwellen- und Entwicklungsländern hängt letztlich von den gleichen Voraussetzungen ab wie in industrialisierten Ländern: Angebot und Nachfrage müssen zusammenpassen. Fortschritte in diesem Bereich versucht Deutschland bereits seit zehn Jahren mit Programmen zu erzielen, bei denen der Staat und die private Wirtschaft gemeinsam Projekte anschieben. Als Public Private Partnership, kurz PPP, werden diese Kooperationen bezeichnet. An dieser Stelle werden wir in den nächsten Wochen darüber berichten, wie deutsche Entwicklungshelfer und Unternehmer zusammenarbeiten. PPP - Tausend Projekte - zehn Jahre Schulterschluss mit der Wirtschaft: Jutta Wasserrab informiert in dieser Sendung darüber, wie die Kooperation begonnen hat. In einer Woche stellen wir Ihnen ein PPP-Projekt in Nicaragua vor, das durch die Initiative des deutschen Schokoladenherstellers Alfred Ritter entstanden ist.
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Episode from 05.08.2010
Wirtschaft: Land in Sicht
Die Commerzbank will 2010 wieder schwarze Zahlen schreiben +++ Telekom will zurück auf die Erfolgsspur +++ Die Hitzewelle: keine Auswirkungen auf die ErnteNach zwei verlustreichen Jahren will die teilverstaatlichte Commerzbank schon im laufenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben - ein Jahr früher als angekündigt. 2008 und 2009 hatte Deutschlands zweitgrößte Bank wegen der Übernahme der Dresdner Bank und der Finanzkrise Milliardenverluste gemacht. Der Bund hatte der Bank überden Rettungsfonds Soffin über 18 Milliarden Euro gegeben - auch um die Dresdner-Übernahme abzusichern. Mit der vorzeitigen Rückkehr in die Gewinnzone weckt die Commerzbank nun Hoffnungen auf einen raschen Rückzug des Staates. Wie die Analysten an der Frankfurter Börse das einschätzen - darüber berichten wir. Umsatz gesunken, Gewinn unterm Strich Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal weniger verdient und weniger umgesetzt als noch im Vorjahr. Dennoch zeigte sich Konzernchef René Obermann zuversichtlich. Das Unternehmen sei nach dramatischen Kundenverlusten in den vergangenen Jahren und harten Sparmaßnahmen wieder zurück auf der Erfolgsspur. Belastet habe in diesem Jahr vor allem das schwächelnde Geschäft in Großbritannien. Was von der Hitze bleibt Es hätte nicht viel gefehlt, und der Sommer des Jahres 2010 wäre in Deutschland als der heißeste Sommer überhaupt in die Geschichte eingegangen. Noch vor gut zwei Wochen herrschten zwischen dem Alpenvorland und der Nord- und Ostsee Temperaturen von bis zu 37 Grad im Schatten. Zwar gibt jedes zweite deutsche Unternehmen an, Auswirkungen der Hitzewelle mitbekommen zu haben - doch auf Umsatz und Geschäfte hat sie sich nur wenig ausgewirkt.
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Episode from 04.08.2010
Wirtschaft: China macht mobil
Die Zukunft des Automobilgeschäfts liegt in China +++ Chinas Dilemma mit den Devisenreserven +++ Die Hürden für ausländische Investoren sind in manchen Ländern hochAnfang August hat der chinesische Autobauer Geely dem amerikanischen Autokonzern Ford die schwedische Automarke Volvo abgekauft ? für rund eineinhalb Milliarden US-Dollar. Dieses Geschäft macht einmal mehr deutlich, dass die Zukunft des Automobilmarktes in China liegt. Chinas Devisenreserven - ein Luxusproblem Während 200 Millionen Chinesen täglich mit weniger als einem Dollar auskommen müssen, hat der chinesische Staat ein Luxusproblem: Wohin mit den riesigen Devisenreserven? Bereits 2006 hat China Japan als das Land mit den meisten Devisenreserven abgelöst. Auslandsinvestitionen mit Hürden Sie wollen mit Ihrer Firma eine Niederlassung in Angola gründen? Dann müssen Sie sich gedulden. Es kann sechs Monate dauern, bis Sie eine Zulassung bekommen! In Kanada oder Georgien dauert es dagegen nur eine Woche. Die Weltbank hat untersucht, wie leicht - oder eben wie schwer - ausländische Investoren fremde Märkte erschließen können. Dabei gibt es große Unterschiede.
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